PSY-Diplome nach den Richtlinien Österreichischer Ärztekammer (ÖÄK)

Im Rahmen des Internationalen Seminars für körperbezogene Psychotherapie, Körpertherapie und Körperkunst Bad Gleichenberg finden auch Gruppenseminare für die laufenden Curricula der PSY-Diplom-Fortbildung der WGPM Graz statt. Die jeweiligen Gruppenseminare sind unten beschrieben. Der interdisziplinäre Austausch bei den gemeinsamen Plenarveranstaltungen sowie das gemeinsame Rahmenprogramm sollen körperbezogene Psychotherapie, Körpertherapie und Körperkunst einander anstoßgebend neu erfahrbar machen und im wechselseitigen Diskurs berufsgruppen- und arbeitsfeldübergreifend neue Perspektiven ermöglichen.
ÄrztInnen, die in anderen Bundesländern ihre PSY-Diplom-Curricula absolvieren, können sich die in Bad Gleichenberg erworbenen Fortbildungsteile entsprechend den ÖÄK-Regeln nach Rücksprache mit ihren AusbildungsleiterInnen anrechnen lassen.
Wenn Sie neugierig auf mehr Informationen über die PSY-Diplom Curricula sind, laden wir Sie ein unter www.psygraz.at nachzulesen.

Dr. Barbara Hasiba (Vorsitzende der WGPM)

PSY II

Für ÄrztInnen, die im PSY2-Curriculum der WGPM Graz eingeschrieben sind, besteht die Möglichkeit den vorgeschriebenen Ausbildungsteil zur „Gruppenselbsterfahrung“ im Bad Gleichenberger Frühjahrsseminar zu absolvieren. Die dafür in Frage kommenden Gruppen sind mit (°) speziell gekennzeichnet. (Für die Teilnahme an der Gruppe „Spielraum Arbeit – Balintgruppe und Körper“ sind 20 AE Balint und 10 AE Selbsterfahrung für PSY2 anrechenbar.)
Achtung: 2 Schritte sind für die Anmeldung nötig.
1) Für die Einteilung in die Gruppe melden Sie sich direkt über die Homepage von Leib oder Leben
www.leiboderleben.at an.
2) Für die Verrechnung bitte die Teilnahme auch dem
Sekretariat der WGPM bekannt geben.

PSY III

Diese Seminare sind für alle PSY3-TeilnehmerInnen des Grazer WGPM-Lehrgangs der Hauptfächer „Integrative Verhaltenstherapie/Verhaltensmedizin“, „Systemische Therapie“ und „Psychodynamische Therapie“ Teil des Gesamtcurriculums. Die Anmeldung ist bereits durch die Teilnahme am Jahrescurriculum durch die WGPM erfolgt. Die Einteilung in die vorgesehene bzw. zu wählende Gruppe je nach Hauptfach, Ergänzungsfach, bzw. Zusatzfach erfolgt intern gemeinsam mit den Ausbildungsleitern durch eine gesonderte Information der WGPM.

Gerontopsychologie/-psychotherapie

Für alle TeilnehmerInnen des Hauptfaches „Integrative Verhaltenstherapie“ des Grazer PSY3-Curriculums Psychotherapeutische Medizin sowie jene TeilnehmerInnen des Hauptfaches „Psychodynamische Therapie“, die in diesem Jahr als Ergänzungsfach „Integrative Verhaltenstherapie“ gewählt haben.
Aspekte des Alterns; Biologische und psychologische Alternstheorien; Normalität im Alter; Diagnostik psychischer Störungen; Grundüberlegungen zur Psychotherapie (Schwerpunkt Verhaltenstherapie) im Alter; spezifische Interventionen bei Demenz, Depression, Persönlichkeitsstörungen, Sexualität, Tod und Sterben. Interaktion und Kommunikation mit älteren Menschen. Rollenbilder und bedürfnisorientierte Betreuungsstrukturen.

Literaturvorschläge:
Gatterer, G. (Hrsg. 2007) Multiprofessionelle Altenbetreuung. 2 Aufl., Wien: Springer
Gatterer, G. (2013) Integrative Verhaltenstherapie im Alter. PSYMED, 24/3
Gatterer, G., Croy, A. (2006) Leben mit Demenz. Wien: Springer

Familienbezogene systemische Selbsterfahrung

Für alle TeilnehmerInnen des Hauptfaches „Systemische Therapie“ des Grazer PSY3-Curriculums Psychotherapeutische Medizin sowie jene TeilnehmerInnen des Hauptfaches „Psychodynamische Therapie“ die in diesem Jahr als Zusatzfach „Systemische Therapie“ gewählt haben.
Das Verstehen und Erleben des eigenen Familiensystems erleichtert den Zugang zu Fragen und Dimensionen der Systemischen Therapie im Kontext der Familienmedizin und Familientherapie, wie wir sie als bedeutsam seit langem kennen:
Bindung und Trennung, Delegation, Vermächtnis, Mythen, Stil- und Ressourcenvielfalt, Muster und Regeln, können sich entfalten. Es werden Linien und Prägungen deutlich, von denen wir geleitet werden und uns leiten lassen. Methodisch kann das in wechselnden Gruppenkonstellationen u. a. durch das Genogramm, Skulpturarbeit, Verkörperungen, Zeitlinien u. a. entwickelt werden. Auf der Basis von familienbezogener Selbsterfahrung werden Theorie und Praxis sowie lösungsorientierte Ansätze auch im Hinblick auf den Berufskontext entwickelt.

Gerald Gatterer
Univ.-Doz. Dr., geboren 1956, Klinischer- und Gesundheitspsychologe; Psychotherapeut (Verhaltenstherapie); Lehrtherapeut; Akad. Krankenhausmanager; Stabstelle psychosoziales Vernetzungsmanagement im Wiener Krankenanstaltenverbund/Teilunternehmung Pflegewohnhäuser am Standort Sozialtherapeutisches Zentrum Ybbs/Donau; Leiter des Instituts für Alternsforschung der Sigmund Freud Privatuniversität Wien.

Günther Bergmann
PD Dr. med., Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Innere Medizin, Vorsitzender der Deutschen Balint Gesellschaft (DBG), Präsident der Stiftung Psychosomatik und Sozialmedizin (Ascona Stiftung), Herausgeber des Balint – Journal, Balint-Gruppenleiter und –ausbildner, Tiefenpsychologische Psychotherapie, Systemische Familientherapie, Supervision, Klinische Team- und Organisationsberatung

Barbara Hasiba
Dr. med., Ärztin Für Allgemeinmedizin, Psychotherapeutin (syst. Familientherapie)
Lehrtherapeutin für PSY-Diplome der ÖÄK; Systemische Supervisorin; Lehrbeauftragte und Lehrsupervisorin ( ÖAS); Balintgruppenleiterin

Anna Wink
Dr. med., FÄ für Radioonkologie an der Meduni Graz, Ärztin für Allgemeinmedizin in freier Praxis mit ÖÄK Diplom für psychotherapeutische Medizin, Lehrtherapeutin für PSY-Diplome der ÖÄK