Psy-Diplome

PSY-Diplome nach den Richtlinien Österreichischer Ärztekammer (ÖÄK)

Im Rahmen des diesjährigen 23. Internationalen Seminars für körperbezogene Psychotherapie, Körpertherapie und Körperkunst finden auch Gruppenseminare für die laufenden Curricula der PSY-Diplom-Fortbildung der WGPM statt. Der interdisziplinäre Austausch bei den gemeinsamen Plenarveranstaltungen sowie das gemeinsame Rahmenprogramm sollen körperbezogene Psychotherapie, Körpertherapie und Körperkunst einander Anstoß gebend neu er- fahrbar machen. Im wechselseitigen Diskurs können dadurch im besten Fall berufsgruppen- und fachspezifikaübergreifend neue Perspektiven erfahrbar und eigene Erfahrungen aus dem medizinischen Kontext eingebracht und erweitert werden.

Das ÖÄK-Diplom besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen:
Der Lehrgang Psychosoziale Medizin (PSY I) vermittelt den teilnehmenden ÄrztInnen die Grundlagen und professionellen Fertigkeiten für die ÄrztIn- PatientIn-Interaktion (ÄrztInsein als kommunikativer Beruf). Im Zentrum steht hier das ärztliche Gespräch.

Das Curriculum zur Psychosomatischen Medizin (PSY II) vermittelt die theoretischen Grundlagen und praktischen Fertigkeiten für die sog. „psychosomatische Grundversorgung“. Fokus: Erkennen und Nutzen der unterschiedlichen Funktionen des Arztes/der Ärztin als ProblemlöserIn, als KatalysatorIn und auch als BegleiterIn der kranken Menschen.

Psychotherapeutische Medizin (PSY III) bezeichnet in Österreich jene postgraduale Fortbildung, die zur Durchführung psychotherapeutischer Medizin nach dem Ärztegesetz befähigt. Dieses Modul ist in der Steiermark auch Teil der Ausbildung zum Facharzt/zur Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin.

Wenn Sie neugierig auf mehr Informationen über die PSY- Diplom Curricula sind, laden wir Sie ein, unter www.psygraz.at nachzulesen.

Dr. Barbara Hasiba (Vorsitzende der WGPM)

PSY-II

PSY II TeilnehmerInnen können in den dafür markierten Grup- pen ihre frei wählbare Gruppenselbsterfahrung absolvieren. Für die Teilnahme an „Balintgruppe plus“ sind 30 AE Balint- gruppe für das PSY II anrechenbar.

PSY-III

Diese Seminare sind für alle PSY-3 TeilnehmerInnen des Grazer WGPM-Lehrgangs der Hauptfächer „Integrative Verhaltenstherapie / Verhaltensmedizin“, „Systemische Therapie“, „Psychodynamische Therapie“ Teil des Gesamtcurriculums. Die Anmeldung ist bereits durch die Teilnahme am Jahrescurriculum durch die WGPM erfolgt. Die Einteilung in die vorgesehene bzw. zu wählende Gruppe erfolgt intern gemeinsam mit den Ausbildungsleitern.

Gestalttherapie

Gestalttherapie (Integrative Gestalttherapie) gehört zu den sogenannten humanistischen Methoden der Psychotherapie.

Sie ist phänomenologisch orientiert, d.h. wir arbeiten mit dem Offensichtlichen. Konflikthafte Begegnungen im Hier und Jetzt tragen ein historisches Beziehungsmuster in sich, dem wir nach- gehen, indem wir es in der gegenwärtigen Beziehung verdeutlichen und aufzulösen versuchen. Moderne Gestalttherapie versteht sich als relationale Methode, der therapeutischen Beziehung auf Augenhöhe kommt große Bedeutung zu.
In den Gruppen wollen wir die je eigenen kreativen Ressourcen entdecken, Gestalttherapie ist erlebnisorientiert, experimentell und existentiell. Mit Hilfe von Rollenspiel (Sesselarbeit), Arbeit mit Träumen und kreativen Medien werden Selbst-Erfahrung und Selbst-Ausdruck gefördert.

Heide Anger
Dr.in, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psycho- therapeutin I.G. Mitarbeiterin des IG-Wien (Ausbildungsleitung, Lehrtherapie, Lehr- supervision), niedergelassene Fachärztin mit Schwerpunkt Psychotraumatologie, DeGPT und Sexualmedizin, AfsG, ehren- amtliche Betreuerin von geflüchteten Menschen.


Brigitte Holzinger
Dr.in phil, in Wien geboren, hat in Wien und Kalifornien (Stanford) Psychologie studiert, ist Lehrtherapeutin für Integrative Gestalttherapie, Supervisorin, Trainerin & Coach; Kreation und Leitung des Zertifi- katskurses Schlafcoaching an der MUW; Forschung und Lehre zu den Themen Schlaf, Behandlung von Schlafstörungen, Burnout und Albträumen, Traum und luzides Träumen, Gestalttheorie und Gestalttherapie; Publikations- und Vortragstätigkeit; Autorin und Filmregie für Dokumentationen;
Brigitte Holzinger leitet das Institut für Bewusstseins- und Traumforschung und ist Vorstandsmitglied der ASRA (Austrian Sleep Research Association).

 

Monika Wahlmüller
Master of Science (MSc) für Psychotherapie, geboren 1961, Dipl. Sozialarbeiterin, Psycho- therapeutin, Supervisorin, Lebens- und Sozialberaterin; Arbeit in freier Praxis seit 20 Jahren mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen; Lehrbeauftragte beim ÖAGG (Integrative Gestalttherapie) für Einzel- therapie, Supervision und Ausbildungsgruppen.

Elisabeth Wildberger
Dr.in phil., geboren 1949, arbeitet in Salzburg, Integrative Gestalttherapeutin, Klin. Psychologin, Supervisorin, Beraterin. Lehrbeauftragte für Lehrtherapien, Supervision, Krisenintervention im Österreichischen Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik / ÖAGG.