Musik verkörpern, gemeinsam

Tango argentino

Tango argentino ist ein improvisierter Tanz zweier Menschen, die sich in einer Umarmung begegnen.

Wir wollen uns in dieser Woche mit dem Tango als sozialem Tanz beschäftigen, fernab von den Klischees der Tangoshows. 

Führen und Folgen ist die Basis der gemeinsamen Improvisation: Eine Person macht beim Tanzen Bewegungsvorschläge – die andere Person folgt diesen Vorschlägen und spiegelt die Bewegung. Aus dem Dialog zweier Körper, die einer Musik lauschen, entsteht der Tanz im Augenblick. Doch dieser Dialog verläuft nicht immer glatt…wir versprechen uns, wir nuscheln, wir hören einander nicht zu oder missverstehen uns. Damit es sich gut anfühlt, üben wir Aufrichtung, Klarheit und Hingabe an die jeweilige Rolle.

Beide Rollen – Führen und Folgen – fordern eine  aktive Körper- und Geisteshaltung und bieten uns reiche Selbst-Erfahrung. Im Laufe der Woche werden wir in beide Rollen schlüpfen und uns darin erleben. Wir begegnen einander und uns selbst. 

Und hoffentlich werden wir uns nach der langen Zeit körperlicher Distanzierung in dieser Woche berühren und berühren lassen.

Tamara Juhan und Dörte Ricklefsen
geboren 1967/1969, arbeiten seit 21 Jahren zusammen in ihrem Tangostudio  el abrazo in Hamburg. Ihre Tango-Ausbildung erhielten sie von verschiedenen Lehrern in Argentinien und Deutschland, das Gefühl für ihren eigenen, innigen Tangostil jedoch nahmen sie aus den Milongas von Buenos Aires mit.

In den letzten Jahren haben sich beide über den Tango hinaus fortgebildet: Dörte Ricklefsen ist inzwischen ausgebildete InTouch Massagetherapeutin und Tamara Juhan Instruktorin der CANTIENICA® Methode ( Stufe 1).

Ankommen im Sein – Eintauchen in die Tiefe der Existenz

Breema und Integrative Gestalttherapie

Breema trifft Gestalt – Im Hier und Jetzt sich berühren lassen ist ein zentraler Aspekt der Gestalttherapie wie auch der Breema-Körperarbeit.
„Awareness“, der engl. Begriff für Gewahrsein – Bewusstheit steht im Mittelpunkt jeglichen gestalttherapeutischen Handelns. Bewusstheit ist immer mit der gegenwärtigen Erfahrung verknüpft. Dieser Prozess und Weg der Selbsterforschung ist sowohl der Gestalttherapie wie auch der Breema-Körperarbeit zu Eigen und ermöglicht letztendlich immer eine Bewusstseinserweiterung. Durch die „Gewahrwerdung“ kann Kontakt geschehen. Diese Form der Aufmerksamkeit ermöglicht es dem Menschen, mit sich in Kontakt zu kommen, dass er sich den Dingen so öffnen kann wie sie sind.


Durch den Kontakt zum Körper gelingt Kontakt zum Selbst und zur Umwelt. Die Hinwendung zum Menschen auf gleicher Ebene, ohne Absicht und ohne einen Zweck zu verfolgen ist der Gestaltarbeit (M. Buber) wie auch der Breema Körperarbeit (9 Prinzipien) zu Eigen. Frei von Vorannahmen – mit offenen Sinnen – Moment nach Moment am ablaufenden Prozess teilhaben. Durch Zentrierung auf leiblicher Ebene wird es möglich, mit verschütteten inneren Anteilen in Kontakt zu kommen sowie sich wiederholende Muster und Konditionierungen zu erkennen.


Breema – eine uralte Praktik der Gesundheitspflege, ursprünglich aus dem Nahen Osten stammend, unterstützt uns im täglichen Leben in einzigartiger Weise. Der Übung in Präsenz und Achtsamkeit werden wir uns in diesem Seminar nähern.


Basierend auf
• den neun Breema Prinzipien angewandt in Therapie und Körperkunst
• körperbezogener Meditation
• Selbst Breema Übungen
• Partnerübungen
werden die Sequenzen, denen einfache Prinzipien zu Grunde liegen, am Boden durchgeführt.


Bitte bequeme Kleidung, Socken und Decke mitbringen!

Claudia Saltiel 

Jahrgang 1957, Ausbildnerin für Breema Körperarbeit seit 1988 in Europa und den USA, Diplompädagogin für Musiktherapie, Bewegungspädagogin am Mozarteum Salzburg, Integrative Bewegungslehre nach Talmi, Systemische Rituale bei Daan van Kampenhout

www.claudiasaltiel.at

Renate Reinwein-Kemptner, MSc, DSA

Jahrgang 1956, Psychotherapeutin in freier Praxis in Zwettl und Großreinprechts / Waldviertel seit 1992, Integrative Gestalttherapie. Seit 2000 integriere ich die Aufstellungsarbeit sowie die Breema Körperarbeit in meinen psychotherapeutischen Praxisalltag.

renate@reinwein-kemptner.at

Leibliche Resonanz als Impulsgeber für neue Perspektiven in Supervisionsprozessen

Fallsupervision

Wir Menschen beeindrucken und berühren einander auch seelisch zuallererst auf der Ebene des leiblichen Ausdruckes. Dieser wechselseitige Austausch ist blitzschnell und umfassend. Wenn wir diese Ebene der körperlich-affektiven Interaktion mehr in die therapeutische Arbeit und Supervision einbeziehen, schaffen wir so neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem Ergebnis von veränderten Perspektiven und Lösungsansätzen. Supervisionsprozesse werden so zu einem kooperativ-kreativen Miteinander. Wenn ich in einem solchen Rahmen meine schwierigen Fälle oder Probleme präsentiere, wird dies meine therapeutischen oder beruflichen Kompetenzen wahrhaft fördern.

In diesem Workshop werden wir die Wahrnehmung der eigenen Körperreaktionen fördern, um diese sodann als Resonanzphänomene auf die berichteten Fälle zu nutzen. Die Resonanz der TeilnehmerInnen ist immer individuell und einzigartig und fördert Wertschätzung und ein respektvolles Miteinander, auch von unterschiedlichen Berufsgruppen. Mich von meiner Resonanz auf den Anderen berühren lassen ist der ideale Ausgangspunkt für die gemeinsame Erforschung von neuen Aspekten zu einem berichteten Fallgeschehen. Der/ die den Fall Vorstellende ist in diesen Prozess auf Augenhöhe einbezogen und kommt dabei oft selbst zu neuen Erkenntnissen und Lösungsansätzen. Zusätzlich können TeilnehmerInnen ihre eigenen andersartigen Perspektiven und Lösungsmöglichkeiten spielerisch erproben. Dabei werden sich die Sichtweisen von hoffentlich verschiedenen Berufsgruppen als bereichernd erweisen.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Forschungsprozess mit den TeilnehmerInnen.

Bitte mitbringen: Neugier, bequeme bewegungsfreundliche Kleidung und die Bereitschaft, sich körperlich und spielerisch mit eigenen Ideen und Fällen einzubringen.

LITERATUR: Clauer,J. & Milch,W.(2021): Der Nutzen des Konzeptes der Resonanz für das Verständnis der impliziten Dimension in Supervisionsprozessen. In: Maschsee-Gruppe: Die implizite Dimension der Resonanz. Jahrbuch Selbstpsychologie 3, Frankfurt a.M., Brandes & Apsel: 74 -97.

Jörg Clauer
Dr. med., geboren 1951 in Hamburg-Harburg. Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie – Psychoanalyse. Bis 1999 Leitender Arzt von psychosomatischen Fachkliniken, seitdem in freier Kassenpraxis tätig. Internationaler Trainer für Bioenergetische Analyse (IIBA-Faculty); Dozent, Lehrtherapeut und Lehrsupervisor für Psychotherapie, Bioenergetische Analyse, Psychoanalyse und Psychodrama sowie Body Enlightenment Therapeut

Körperinterventionen

Körperarbeit in der Psychotherapie

Ich werde in diesem Schulen übergreifenden Fortbildungs-Workshop unterschiedliche körpertherapeutische Konzepte und Interventionsstrategien darstellen und vermitteln. Mein Ziel ist es, interessierten Personen aus heilenden Berufen ein Handwerkszeug zu geben, um auch in verbal geführten Psychotherapien die körperliche Dimension punktuell miteinzubeziehen, um so den therapeutischen Prozess zu vertiefen und zu bereichern. Die Stärke der körpertherapeutischen Vorgangsweise liegt eindeutig im Erleben des präverbalen Bereichs, der im verbalen Dialog kaum bis gar nicht erfahrbar werden kann.
Die Schwerpunkte sind: Wahrnehmen und Interpretieren der Körpersprache des Klienten – Der primäre Dialog: zwei Körper „sprechen“ miteinander –
Holding: Gesten der Unterstützung und des Halt Gebens – Direkte Körperinterventionen: Druckpunktarbeit am Klienten.
Dieses Kompetenzseminar beinhaltet Demonstrationsarbeiten, theoretische Inputs mit Diskussionen, Triadenarbeit in den Rollen Therapeutin/ Klientin/ Beobachterin, Selbsterfahrung in der Klientinnenrolle.

Im Hintergrund steht meine 35-jährige Erfahrung in den Methoden der analytischen Körperpsychotherapie (Downing, Moser, Heisterkamp et.al.), der bioenergetischen Analyse nach Alexander Lowen, sowie der transpersonalen Psychotherapie und Atemarbeit nach Stan Grof.

Mitzubringen: Bequeme Kleidung, Decke, Schreibmaterial

Dr. Karl Stoxreiter,
Klinischer-, Gesundheits- und Organisationspsychologe, Psychotherapeut & Körpertherapeut, Supervisor & Coach (ÖVS).
Ausbildungen: Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (ÖAGG), Bioenergetische Analyse (DÖK), Analytische Körperpsychotherapie (AKP), Transpersonale Psychotherapie und Atemarbeit (IHTP), NARM – Neuroaffektives Beziehungsmodell nach Larry Heller

Web: www.stoxreiter.at

Gesundheit und Lebensfreude

Qigong und Taiji

Qigong basiert auf der Traditionellen Chinesischen Medizin, Philosophie und einer langen Kultur von Gesundheitspflege. Yi Jin Jing ist ein Klassiker unter den Qigong-Übungen.

Wir lernen und vertiefen einfache Übungen aus dem Yi Jin Jing, dem „stärkenden Qigong“. Nach alter Überlieferung kräftigt es Körperstruktur und Vitalkraft, fördert Geschmeidigkeit, Standfestigkeit und Zentrierung. Die wesentliche Wirkung liegt in der körperlichen und mentalen Stärkung, in der Steigerung der Vitalität und im Energie-Ausgleich.

Taiji ist eine sanfte Bewegungskunst.

Freude zu wecken, Offenheit für die Erfahrung von inneren Lebenszusammenhängen zu entwickeln und in Fluss zu kommen ist im Taiji der „5 Elemente“ und „Kreise“ wichtiger als das mühsame Einüben von komplizierten Formen. Es ist ein Spiel der Balance und eine Perle unter allen Taiji Formen; einfach, tiefgründig und reich an inneren Bildern.

Ein Angebot für alle, die Qigong und Taiji neu oder wieder anders erleben und vertiefen möchten. Vorkenntnisse und besondere Fitness sind nicht erforderlich.

Bitte mitbringen: leichte bewegungsfreundliche Kleidung, Socken/Gymnastikschuhe und Schuhe für Übungen im Freien.

Empfohlene Literatur: Hans-Peter Sibler: Stärkendes Qigong – Yijinjing. Einfache und wirkungsvolle Übungen für den Alltag. Bacopa Verlag. Das Buch und die DVD sind auch im Kurs erhältlich.

Hans-Peter Sibler

geboren 1949, Taiji- und Qigong-Pionier aus der Schweiz. Betreibt diese Künste seit 1975. Lernte in Europa, Amerika, Asien. Lehrer und Ausbildner SGQT (Schweiz. Gesellschaft für Qigong und Taijiquan). Gründer und Leiter der Schule für Taiji und Qigong Zürich, dem ersten auf diesem Gebiet spezialisierten Institut in der Schweiz; Lehr- und Vortragstätigkeit in Institutionen und Firmen.

Kontakt:
hp@sibler.ch
www.taiji-qigong.ch

Raumgreifen

Feldenkrais® – Bewusstheit durch Bewegung

In uns allen wohnt ein sehnsuchtsvolles Verlangen nach tiefen Verbindungen, neuen Erfahrungen, interessanten Details, nach mehr vom Leben und verdichtetem Sein. Unsere Seele möchte sich ausbreiten, entwickeln und Ausdruck finden.

Durch verfeinerte Körperbewusstheit finden wir Zugänge zu diesen tieferen Schichten unseres Lebens, loten unerkannte Potentiale aus und Ungelebtes schafft sich Raum für Ausdruck und Präsenz. Zu spüren, dass wir in uns selbst ankommen können, erfüllt unsere Seele mit Glück und einem Gefühl der Ganzheit. Zu erfahren, dass wir uns ohne Angst und frei von Bewertung ausdrücken können, kann unser Leben fundamental in neue Richtungen führen.

Bei sich selber anzukommen schafft Erfahrungen von Raum sowohl im Inneren als auch in unserem Handeln und in unseren Beziehungen. Sind wir selber freier, beweglicher, unvoreingenommener, frei von Angst vor Bewertung etc. wird der Raum in uns und um uns größer und weitet sich. Für uns selbst und alle, mit denen wir zu tun haben.

Begrenzungserfahrungen von außen wiegen dann nicht so schwer und behindern uns nur wenig.

Elemente der Woche: ATM® (awareness through movement Feldenkraisübungen), Musik, Bewegungsformen im Raum, Meditation

Mitzubringen: Matte, Decken, bequeme Kleidung

Fitness und Beschwerdefreiheit ist nicht notwendig, die Übungen werden auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden abgestimmt.

Andrea Leitgeb, Mag.a

Freie Praxis seit 2003: Feldenkrais® und Supervision/Coaching (ÖVS).

Ausbildung in der Feldenkraismethode am Feldenkraisinstitut Heidelberg, Systemische und Integrative Bewegungslehre®, in Bewegung seit langer Zeit mit Feldenkrais®, Joga, Schwimmen, Pencak Silat, Körpermeditationen, Tanz, Spiraldynamik etc.

Früher: Psychosoziale Arbeit, Aktionsforschung, Lehraufträge an den Unis Klagenfurt und Wien, Trainerin und Coach.

Verschiedene Publikationen zur Genderthematik und Feldenkraisarbeit ®. Kontakt:
office@andrea-leitgeb.at
www.andrea-leitgeb.at

Mit Leib und Seele kommunizieren

Bioenergetische Analyse und Therapie

Wer gewohnheitsmäßig viel bei sich ist, wird in diesem Kurs eingeladen, sich anderen zuzuwenden. Wer überwiegend gesellig und/oder für andere unterwegs ist, wird Gelegenheit erhalten, zu sich zu kommen. Wir werden spielerisch eigene Bewegungs- und Handlungsimpulse erkunden und auf diese Weise in Kontakt mit anderen treten oder die Beziehung zu uns selbst vertiefen. Dabei wird uns immer wieder die Frage beschäftigen (müssen), wie sich die SARS-CoV-2-Pandemie auf unsere Verhaltensmöglichkeiten auswirkt.

Wir wollen versuchen, automatisierte Reiz-Reaktionsmuster zu erkennen, zu verlangsamen und damit Wahlmöglichkeiten für eigenes Verhalten zu gewinnen.

Wir werden einander helfen, unterdrückte Gefühle und zurückgehaltene Handlungsimpulse aufzuspüren und Ausdrucksformen für sie zu finden, die im geschützten Rahmen der Gruppe wild und kathartisch sein dürfen. Damit lassen sich neue, für das alltägliche Leben geeignete Verhaltensweisen bahnen.

In einem sich entfaltenden Gruppenprozess werden einige Techniken und Grundprinzipien der Bioenergetischen Analyse und Therapie vermittelt. Selbst- und Gruppenerfahrung sind ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Decke oder Matte, evtl. ein Kissen

Empfohlene Literatur:

  • Heinrich-Clauer V (Hrsg.) (2008). Handbuch Bioenergetische Analyse. Gießen: Psychosozial-Verlag.
  • Koemeda-Lutz, M. (Hrsg.) (2002). Körperpsychotherapie – Bioenergetische Konzepte im Wandel. Körper und Seele, Sonderband. Basel: Schwabe.
  • Koemeda-Lutz M (2009). Intelligente Emotionalität – Vom Umgang mit unseren Gefühlen. Stuttgart: Kohlhammer.
  • Koemeda-Lutz, M. (2019). Tanzen vor Freude, Zittern vor Wut. Sich von Gefühlen bewegen lassen. Ein Selbsthilfebuch mit körperpsychotherapeutischen Techniken. Weinheim: Beltz.
  • Lowen A (1958). The Language of the Body. New York: Grune and Stratton. Dt. (1981). Köperausdruck und Persönlichkeit. München: Kösel.

Margit Koemeda, Dr. Dipl. Psych.

geboren 1954 in Nürnberg, eidgen. anerkannte Psychotherapeutin ASP, Weiterbildungsleiterin SGBAT und Ausbilderin SGBAT, IIBA. Eigene Praxis in Zürich und in Ermatingen/Bodensee. Workshops und Vorträge in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den USA. Verschiedene Publikationen zu körperpsychotherapeutischen Themen, insbesondere zur Wirksamkeit von Körperpsychotherapien.

www.psychotherapieforschung.ch

Kontakt:
koemeda@bluewin.ch
www.koemeda.ch  

StimmenSpielRaum

Erfahrungsfeld für Stimme und Dialog

– Singen und Stimmexperimente als Spiel im Sinne von unbedarftem Entdecken

– Circle Singing, einfache mehrstimmige Lieder, Kanons, Jodler und Joiks

– Dialogische Redekreise und Reflexionsformate

– tägliche Körper-, Atem- und Stimmübungen

Singen ist Ausdruck spontaner Lebensfreude. Mit der Stimme zu spielen und sie kreativ zu benützen ist lustvoll, entspannend, erfrischend und nachgewiesen gesundheitsfördernd. Auch als Erwachsene können wir auf das schlummernde Potential der Stimmentfaltung zurückgreifen.

In diesem Seminar wird gesummt, getönt, gesungen, gejodelt, gejoikt, gezwitschert, gerufen, gebrabbelt, gezischt, geraunzt, geträllert, gedudelt, tiriliert… und auch ein gemeinsamer, harmonischer Klang erzeugt. In einer Atmosphäre von Leichtigkeit und Entdeckerfreude ermutigen wir zum Spiel mit Ihrer natürlichen, persönlichen (personare, lat: durchtönen) Stimme, zu stimmlichen Begegnungen im Duo, Trio oder Quartett, zum gemeinsamen Singen, Tönen und Klingen in der Gruppe. Es ist uns ein Anliegen, einen geschützten Raum für das Singen anzubieten. Singen darf, soll und kann jeder und jede, unabhängig davon ob sich jemand für musikalisch hält oder nicht.

Zur Reflektion und Integration stehen uns Reflexionsformate und Übungen aus dem Dialogprozess zur Seite. Dialogische Achtsamkeiten unterstützen die Potentialentfaltung zum unbeschwerten Singen, auch im Sinne psychotherapeutischer Selbsterfahrung. In diesem sicheren Rahmen können wir uns auf stimmliches und sängerisches Neuland wagen. Das kreative, lustvolle Erleben beim Singen kann in den Vordergrund treten, mit allen Benefits, die Singen mit sich bringt: Kreativität, Aktivierung, Entspannung, Gelöstheit, gesteigerte Abwehrkräfte, Glücksgefühle…

Maria Kapelari

geboren 1958 in Wien; Ausbildungen: Gesundheitsgymnastik, Heilmassage, Lebens-u. Sozialberatung, Dialogprozessbegleitung, Weiterbildungen in Stimmarbeit, Rhythmus und Jodeltechnik. Derzeit tätig als Dialogprozessbegleiterin, Singkreisleiterin und Jodellehrerin.

Benno Kapelari

geboren 1964 in Innsbruck, wohnhaft in Ramsau/NÖ. Ausbildungen: Volksschullehrer, Montessoripädagogik, Lebens- u. Sozialberatung, Tomatis-Hörtherapie, Dialogprozessbegleitung, Supervision. Derzeit tätig als psychosozialer Berater, Ausbildungsleiter für Dialogprozessbegleitung und Lebens- und Sozialberatung, Supervisor, Dialogprozessbegleiter.

Kontakt:
maria.kapelari@ich-du-wir.at
http://www.stimmenspiel.at
http://www.dialogakademie.eu
http://www.ich-du-wir.at

Körper-Stimme-Ausdruck

Körperorientierte Persönlichkeitsentwicklung, integrative Verhaltenstherapie, Psychoanalyse

Körper erzählen Geschichten. Körper vermitteln Gefühle. Körper erzeugen Zustände. Unser Körper ist ein Beziehungsorgan und bietet uns unglaublich viele Möglichkeiten des Ausdrucks an. Er erinnert sich, beeinflusst unsere Gefühle, nimmt wahr.

Wir wollen mit spielerischen Mitteln innere Widerstände erfahren, die es uns erschweren mit Leichtigkeit und Durchlässigkeit im kleinen oder größeren Kreis zu agieren. Erkenntnisse sollen gewonnen werden, dass auch Körper, Stimme und Ausdruck von unseren Erinnerungen und Vorstellungen geprägt sind.

Wir verändern uns im Licht der Bilder, die wir von uns selbst machen. Eine Auseinandersetzung mit unserer körperlichen und personalen Identität sowie dem Gegenüber wird stattfinden. Wir werden lernen wo die Stimme ihren kraftvollen Sitz hat und ihre Entfaltungsmöglichkeiten erfahren, so dass wir unser Potential ausschöpfend mit Stimme und Sprache arbeiten können.

Bilder von uns selbst werden mit der eigenen Präsenz und dem Körper in Verbindung gesetzt. Wie wirke ich, wie möchte ich meine Wirkung verändern und woher kommen meine Widerstände? Wie verhalten sich mein Ideal-Ich und mein Ich-Ideal?

Es wird Übungen aus folgenden Bereichen geben:

  • Übungen zur Sprechtechnik
  • Atemübungen
  • Übungen zur Körperwahrnehmung
  • Improvisation
  • Körpersprache
  • Übungen zum Einfluss des Körpers auf Emotionen
  • Übungen zum Einfluss der Emotionen auf den Körper
  • Übungen mit Lieblings-Film-Sequenzen

Diese Komponenten sollen dem eigenen Ausdruck neue Entfaltungsmöglichkeiten geben.

Fredrik Jan Hofmann

studierte am Max Reinhardt Seminar Schauspiel. Seit 2002 ist er auf verschieden Bühnen wie Ruhrfestspiele Recklinghausen, Staatstheater Mainz, Schauspiel Köln zu sehen. Seit 2015 ist er am Schauspielhaus Graz engagiert. Er ist außerdem in TV und Kino zu sehen, zuletzt in “Das Boot”. Seit 2010 Arbeit als Dozent, Theaterpädagoge und Lehrer an der Kunstuniversität Graz, an der Fachhochschule Aachen und als Coach. Zuletzt arbeitete er vermehrt als Coach im Bereich Körperarbeit. Seit 2018 absolviert er eine Ausbildung zum Tanztherapeut nach IGE.

Kontakt:
mail@fredrikjanhofmann.com
www.fredrikjanhofmann.com  

Jolana Wagner-Skacel, Dr.in med. univ.

geb. in Hodonin, ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Integrative Verhaltenstherapie; seit 2014 in Ausbildung beim Arbeitskreis für Psychoanalyse Graz; arbeitet an der Universitätsklinik für Med. Psychologie, Psychosomatik und Psychotherapie mit dem Schwerpunkt bio-psycho-soziale Diagnostik, Forschung und Therapie. Zahlreiche Lehr- und Vortragstätigkeiten.

Kontakt:
jolana.wagner-skacel@klinkum-graz.at